Eine WAhre Geschichte

Der Katharer-kreuzzug und ein Ritter...

Wer waren die Katharer?

 

Es sprach der Abt von Citeaux zu den Kreuzrittern, als die ihn vor ihrem Einzug in Béziers fragten, wie sie die Christen von den Häretikern unterscheiden könnten : "Tötet sie alle! Gott erkennt die Seinen!"

 

Die Katharer (griechisch: Die Reinen) - auch Albigenser oder Bogomilen genannt - waren eine dualistische Glaubensgemeinschaft des Christentums, die sich als wahre Kirche Gottes sahen und sich darum vom Papst in Rom und der Sichtweise, dass Gott der Schöpfer des Alten Testaments und ein strafender Gott wäre, lossagten. Für sie war Gott die reine Liebe und das Böse in der Welt wie auch alle Materie eine Schöpfung des Satans. Um mit ihrer Seele wieder in das Reich des guten Gottes zu gelangen und dem Rad der Wiedergeburt zu entsteigen, versuchten sie sich von allem Satanischen zu befreien und lebten darum u. a. fast vegan... Ihre Glaubensgemeinschaft bestand aus initierten Katharern, den Bonnedames und Bonhommes, welche die Gläubigen in ihrer Landessprache in ihrer Religion unterwiesen. Daneben sorgten sie z. B. als Heiler und Weber selbst für ihren Lebensunterhalt.

Da der Kirche Roms zunehmend trotz Drohung mit der ewigen Verdammnis die Gläubigen weg liefen und die Zehnt-Einnahmen wegbrachen, rief Papst Innozenz III. zum Kreuzzug gegen die Häretiker auf, um das bis dahin autonome Languedoc "wieder zu bekehren". 20.000 Ritter und 200.000 Fußsoldaten folgten 1209 diesem Aufruf, weil sie das Versprechen des Papstes von Land und der ewigen Seligkeit als Lohn lockte...

 

Das deutsche Wort "Ketzer" stammt übrigens von dem Wort "Katharer" ab.

 

Foto: Autorin Gabrielle C. J. Couillez - Olivengarten in Fenouillet
Foto: Autorin Gabrielle C. J. Couillez - Olivengarten in Fenouillet

Hier beginnt die Geschichte meines Romans über das Leben einer historischen Persönlichkeit dieser Zeit: Olivier de Termes.

Der älteste Sohn des Barons ist damals gerade erst zehn Jahre alt. Auch in seiner Familie wird der Glaube der Katharer gelebt. Sein Onkel ist ein berühmter Bonhomme. Seine Erziehung nach den untergehenden Werten seiner Kultur und die aus dem Kreuzzug resultierenden Ereignisse, wie der frühe Tod seines Vaters und der Verlust seiner Heimat, prägten das Leben und Handeln von Olivier de Termes. Aufgewachsen im Exil, trieb ihn die starke Sehnsucht nach Heimat, Friede und der wahren Liebe, während er als rebellischer Freiheitskämpfer – in Okzitan: „Faidit“ - unter den Grafen Raymond VI. und dessen Sohn Raymond VII. von Toulouse, als Vasall des Vicomte Raymond Trencavel von Carcassonne und Béziers und später als Berater des Königs Jaume I. von Aragon diente.

Doch auch als der Schlächter, Graf Simon de Montfort, vor Toulouse vom Stein einer durch die Frauen der Stadt bedienten Steinschleuder tödlich am Kopf getroffen wird, will der Kampf um Oliviers Heimat und ihre Kultur kein Ende nehmen.

Anno 1233 gründet der Papst die Inquisition, um der Häresie in Okzitanien Herr zu werden. Von da an zerstört Denunziation die Solidarität des Volkes.

1244 wird der Montségur, der sichere Berg, belagert. Eine der letzten Zufluchtsstätten der Katharer am Rande der Pyrenäen. Ein immenser Scheiterhaufen wird errichtet...

Der Baron Olivier de Termes schlägt sich schließlich auf die Seite des französischen Königs Louis IX. genannt der Heilige. Beim Fall von Quéribus im Jahre 1255, der letzten Bastion der aufständischen Okzitanen, wird er als Verräter bezeichnet.

 

Olivier de Termes sucht als Kreuzritter bei den letzten Kreuzzügen in das Heilige Land nach dem Sinn des Lebens bis er am 12. August 1274 in Akkon im Königreich Jerusalem, fern seiner Familie und Ländereien als Befehlshaber der Kreuzfahrer stirbt.

Das Languedoc und seine Historie

Tötet sie alle! Gott erkennt die Seinen!

Der Abt von Citeaux Anno 1209



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Gabrielle C. J. Couillez

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